Netzwerk für ethischen Konsum

I shop fair ist ein europäisches Netzwerk von KonsumentInnen, die sich aktiv für eine sozial und ökologisch nachhaltige Wirtschaftsweise einsetzen. Zu diesem Zweck bieten es Aktionsmöglichkeiten für AktivistInnen an und stellt Informationen über die Situation der ArbeiterInnen in den Ländern des Südens zur Verfügung.
Das Netzwerk besteht aus fünf PartnerInnenorganisationen aus Malta, Polen, Deutschland und Österreich.

Das Netzwerk wird von der Europäischen Union unterstützt. Das Ziel von I shop fair ist es, KonsumentInnen und die breite Öffentlichkeit über die alltäglichen Arbeitsbedingungen in den weltweiten Fabrikhallen zu informieren, in denen für uns Spielzeug, Kleidung und Computer produziert werden.

Ethischer Konsum ist Teil eines nachhaltigen Lebensstils. Ethisch Konsumierende sind sich bewusst über die unterschiedlichen sozialen und ökologischen Auswirkungen, die Produkte bzw. deren Herstellung haben. Diese sozialen und ökologischen Auswirkungen stellen ein wichtiges Entscheidungskriterium in ihrer Kaufentscheidung dar. Ethischer Konsum bedeutet daher, sich bewusst für ein Produkt oder eine Leistung zu entscheiden die, die mann/frau selbst als sozial bzw. ökologisch nachhaltig einschätzt.

Das Konzept des Ethischen Konsums geht jedoch über die bewusste Kaufentscheidung hinaus und findet nicht nur im Geschäft oder Supermarkt statt. Ethisch Konsumieren bedeutet aktiv Verantwortung zu übernehmen und Unternehmen gegenüber die Einhaltung von sozialen und ökologischen Standards einzufordern. Dies kann auf verschiedene Art und Weise passieren – z.B. Aktionen von Netzwerkgruppen oder Urgent Actions etc. KonsumentInnen werden dadurch zum Motor für Veränderung – das Bild von der/dem passiven KonsumentIn als reine/r EndverbraucherIn gehört somit der Vergangenheit an.

Ethischer Konsum bedeutet daher, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an der Veränderung zu einer sozial gerechteren sowie nachhaltigeren Wirtschaft mitzuwirken. Im Mittelpunkt des Netzwerks steht der Aspekt der sozialen Gerechtigkeit.

Die fünf PartnerInnenorganisation des Netzwerks sind:

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ist der Dachverband von 16 katholischen Jugendverbänden und -organisationen. Seine wichtigste Aufgabe besteht in der Interessenvertretung seiner Mitglieder in Politik, Kirche und Gesellschaft.

Laut seiner Bundesordnung will der BDKJ Mädchen und Jungen zu kritischem Urteil und eigenständigem Handeln aus christlicher Verantwortung befähigen und anregen. Kritischer Konsum (synonym gebraucht zu ethischem Konsum) ist seit vielen Jahren wichtiges Thema und Ziel des BDKJ.

Der Campesino am Kreuz aus Spaten und Mistgabel.

Die Christliche Initiative Romero setzt sich seit 1981 für Arbeits- und Menschenrechte in Ländern Mittelamerikas ein. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Unterstützung von Basisbewegungen und Organisationen in Nicaragua, El Salvador und Guatemala sowie die Kampagnen- und Bildungsarbeit in Deutschland. Ziel ist, eine Brücke zwischen den Ländern des Südens und Deutschland zu schlagen. Im Sinne ihres Namensgebers, des 1980 ermordeten salvadorianischen Erzbischofs Oscar Romero, setzt sich die Initiative gegen Ungerechtigkeitsverhältnisse ein und ergreift Partei für die Armen.

Logo des instiute of global responsibility

Institut für Globale Gerechtigkeit (IGO) ist eine im Jahr 2007 gegründete, gemeinnützige und unparteiische Organisation. Als eine von wenigen polnischen Organisationen steht sie im Dialog mit öffentlichen Institutionen und EntscheidungsträgerInnen, macht Lobbyarbeit, organisiert Veranstaltungen und veröffentlicht Publikationen. In Kooperation mit Ost-Afrikanischen Partnerorganisationen arbeitet IGO mit Kleinbauern in Uganda und kooperiert gleichzeitig mit Schulen und Verantwortlichen im Bildungssektor um in Polen für globale Zusammenhänge und Herausforderungen zu sensibilisieren.

Wir sind der Wind

Südwind setzt sich als entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisation seit 30 Jahren für eine nachhaltige globale Entwicklung, Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen weltweit ein. Durch schulische und außerschulische Bildungsarbeit, die Herausgabe des „Südwind“ Magazins und anderer Publikationen thematisiert Südwind in Österreich globale Zusammenhänge und ihre Auswirkungen. Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen, Kampagnen- und Informationsarbeit engagiert sich Südwind für eine gerechtere Welt.

Die Kooperative Kummerc Gust (KKG) ist eine 1996 gegründete, maltesische Fair Trade Kooperative. Die KKG setzt sich im Rahmen von Bildungsarbeit für faire Standards im Handel ein.Die Arbeit von KKG soll die Mitglieder der Kooperative, deren PartnerInnen und zivilgesellschaftliche Akteure stärken. Diese werden dazu befähigt aktiv zu werden, sozial nachhaltig zu denken und kritische BürgerInnen und KonsumentInnne zu sein.